- Osternacht -
Einen Eindruck von der Osternacht lesen Sie unter diesen Bildern - geschrieben von Peter Höfler
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Anspiel zur Predigt |
Entzünden der Kerzen |
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Nach dem Gottesdienst |
Gemeinsames Osterfrühstück im Gemeindehaus |
Ostersonntag. Es ist wieder soweit. Trotz Feiertag klingelt der Wecker gegen 4.30 Uhr.
So bald stehe ich ja nicht mal während der Woche auf, um in die Arbeit zu fahren.
Und dann auch noch an einem Ostersonntag.
Aber das frühe Aufstehen hat seinen Grund. Ich will zur Osternachtsfeier.
Draußen ist es noch stockfinster. Ich nähere mich der Thomaskirche. Auch dort fast alles dunkel.
Nur das Außenlicht brennt und Lichter im Gemeindehaus. Ich sehe verschlafene Gesichter zur Kirche gehen.
Ich trete ein.
Nur ganz vorne brennen zwei Lampen, die das Kreuz anstrahlen. Auf dem Altar stehen keine Blumen,
er sieht ganz kahl aus.
Zu Beginn des Gottesdienstes ertönt der Liedruf: „Bleibet hier und wachet mit mir“.
Diese Bitte Jesu in Gethsemane klingt nur allzu verständlich. Ich muss irgendwie wach bleiben um beten zu können.
Es folgt das Taufgedächtnis. Es erinnert mich daran, dass ich als Getaufter immer wieder mein ja zu Christus sage und unter seiner Herrschaft lebe.
Nach dem ersten Teil werden alle Lichter gelöscht.
In die dunkle Kirche wird die Osterkerze hereingetragen mit dem Liedruf: „Christus ist das Licht“.
Danach kommen alle Gottesdienstbesucher nach vorne und erhalten ihre Kerze, die auf einen Tisch gestellt wird.
Wer will, kann auch mit Wasser eine Kreuzeszeichen auf der Stirn erhalten mit den Worten:
„Gott spricht zu Dir: Du bist mein“. Auch das ist ein Zeichen der Taufe.
Dann kommt das Schmücken des leeren Altares. Bei absoluter Stille beobachten alle, wie der leere Altar in einen mit Blumen wunderbar geschmückten Tisch verwandelt wird.
Zum Schluss wechselt Pfr. Metzger noch seinen Talar vom schwarzen zur weißen Alba.
Wir feiern das Hl. Abendmahl als Fest der Auferstehung Jesu von den Toten.
Während dieser Feier geht langsam die Sonne auf. Die Kirche füllt sich mit dem natürlichen Tageslicht.
Es ist für mich auch ein Zeichen, dass mit der Auferstehung Jesu auch in unser dunkles Leben Licht kommt.
Es ist ein sehr schöner Tagesanfang, um der Auferstehung Jesu und der damit für uns verbundenen Errettung zu gedenken.
Am Ausgang erhalten die Gottesdienstbesucher eine Osterglocke, die sie an die Gräber legen oder mit nach Hause nehmen können.
Schließlich erfolgt die Einladung zum Osterfrühstück im Gemeindehaus.
Mir wird deutlich: Das frühe Aufstehen am Ostersonntag rentiert sich.
Die Osternacht möchte ich nicht mehr in meinem Leben missen.
Peter Höfler
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