- Der Kirchenvorstand -

Text von Emil Raab

„Als meine Frau und ich 1964 nach Altensittenbach kamen, wussten wir nicht, was auf uns zukommt.
Wir sind damals immerhin von West- nach Ostmittelfranken umgezogen.
In meiner Heimat war ich bereits im Posaunenchor tätig und ging eigentlich davon aus,
dass dieser mir lieb gewordener Dienst mit diesem Umzug und der beruflichen neuen Aufgabe beendet sei.
Es kam aber anders. Durch meine berufliche Tätigkeit in der Werkstatt (Peter Wild) in Altensittenbach
lernte ich die Altensittenbacher sehr schnell kennen und schätzen.
Sehr bald konnte ich dann im 1958 gegründeten Posaunenchor Altensittenbach mitspielen.
Hier fand ich sehr schnell Anschluss und gute Freunde.

Im Jahr 1968 wurde ich zum Obmann gewählt und durfte dieses Amt bis 1990 ausüben.
Zur Kirchenvorstandswahl 1970 wurde ich vom Vertrauensausschuss vorgeschlagen und gewählt.
Im selben Jahr kam auch Herr Pfarrer Theo Knodt in unsere Gemeinde.
Sehr bald stellte ich fest, dass die Mitarbeit im Kirchenvorstand und in der Gemeinde nicht so einfach ist,
und stellte deutliche Defizite bei mir fest.
In verschiedenen Seminaren sowie Kirchenvorstandsrüstzeiten und
mit Hilfe des Arbeitsbuches für Kirchenvorsteher lernte ich die Arbeit im Kirchenvorstand näher kennen.
Mit Unterstützung von Pfarrer Knodt sowie altgedienten Mitgliedern des Kirchenvorstandes
und mit Gottes Hilfe gelang es dann doch irgendwie.

Neben dem Bau der Gemeinde war mir der Posaunenchor, die Jugendarbeit
sowie die Instandhaltung der Technik und der Gebäude unserer Gemeinde ein besonderes Anliegen.
An dieser Stelle ein herzlicher Dank an meinen Vorgänger im Amt des Vertrauensmannes und anderen guten Freunden,
die mir dabei geholfen haben.

Manchmal war es nicht einfach neben der beruflichen Arbeit Zeit und Kraft für den Kirchenvorstand
und die Mitarbeit in der Gemeinde aufzubringen.
Es ist auch nicht immer einfach, die Vorstellungen der einzelnen Gruppen und Generationen
über die Gestaltung einer Kirchengemeinde in Einklang zu bringen.
Deshalb kann die Arbeit im Kirchenvorstand gelegentlich anstrengend sein.
Über die Jahre hat mir dann immer ein Bibelwort geholfen,
doch dabei zu bleiben.
Es ist Ps 73,23: „Dennoch bleibe ich stets an dir, denn du hälst mich bei meiner rechten Hand“.

Am 22.10.2006 steht wieder eine Kirchenvorstandswahl an.
Aus Altersgründen (ich bin 1937 geboren) steht mein Name nicht auf dem Wahlvorschlag.
Diese Entscheidung hatte ich für mich nach der letzten Wahl im Jahre 2000 getroffen.
Da die Wahlbeteiligung seit Jahren sehr bescheiden ist (ca. 28 %),
bitte ich alle Mitglieder unserer Gemeinde zur Wahl zu gehen.
Geben Sie Ihrem Kandidaten eine Stimme und bringen Sie damit Ihre Verbundenheit
und Ihr Interesse an unserer Gemeinde zum Ausdruck.
Nun danke ich Gott und der ganzen Gemeinde für diese Zeit,
wünsche dem neu zu wählenden Kirchenvorstand und unserer Gemeinde alles Gute und Gottes reichen Segen.