"Krabbelgottesdienste" gibt es mittlerweile in vielen Gemeinden.
In Altensittenbach gibt es seit 1995 den Senfkorngottesdienst.
Das Bild vom
Senfkorn erinnert daran, dass das Reich Gottes oft ganz klein und unscheinbar
anfängt.
Es erinnert uns daran, dass es sich lohnt, das Kleine und die
Kleinen wichtig zu nehmen.
Da war der Wunsch, dass auch Familien mit kleinen Kindern einen Gottesdienst
feiern können,
in dem die Kinder nicht wie in anderen Gottesdiensten oft
stören, sondern besonders berücksichtigt werden.
Die Kinder sollen
sich in der Kirche wohl fühlen, spüren, dass sie willkommen sind und
dazugehören.
Gerade die Kleinen, die inhaltlich noch nicht so viel verstehen,
sollen die Kirchen, den Gottesdienst als ein Ort und Raum erleben, wo sie erwünscht
sind;
das Wissen, bei Gott ein Zuhause zu haben, kann vielleicht aus diesem
“Senfkorn” erwachsen.
Um “kindgerechte” Gottesdienste zu gestalten berücksichtigen
wir grundsätzliche Dinge:
Wir haben gemerkt,
dass die Senfkorngottesdienste auch Familien ansprechen, die nicht zur “traditionellen”
Gemeinde gehören,
was uns sehr freut; unsere Versuche durch Elternabende
oder andere Aktionen die Eltern über die Senfkorngottesdienste hinaus für
die Gemeinde zu interessieren,
waren nicht sehr erfolgreich.
Wir haben (auch
aus mangelnder Kapazität) die Elternarbeit wieder eingestellt.
Andererseits
wünschen wir uns immer noch, dass die “Senfkornfamilien” nach
der “Senfkornzeit” ihrer Kinder nicht wieder aus der Gemeinde verschwinden.
Dafür suchen wir noch Ideen und Lösungen; außerdem suchen wir
Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter!
Wir würden uns sehr freuen, wenn sich jemand
berufen fühlen würde! Wir freuen uns aber auch über alle,
die
“einfach nur” mit uns Gottesdienst feiern.
abgeändert nach einem Text von Barbara Knodt und Ute Scharrer
| Bilder vom Senfkorngottesdienst am 22. März 2009 |